





| Welcher Browser ist der beste? |
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| Archiv 2010 | |||
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Welcher Browser ist der beste, schnellste, sicherste, stabilste? Das sind Fragen, die sich jeder irgendwann stellt, der sich intensiver mit dem Netz auseinandersetzt. Insbesondere nach dem jüngsten Internet Explorer-Fiasko sind diese akuter denn je. In eine Runde von Experten gefragt, erhält man auf die Frage nach DEM besten Browser leider grundsätzlich mehr Meinungen und Informationen, als einem lieb ist. Das LoadBlog bringt Ordnung in die Kakophonie der Meinungen. Wir stellen in 3 Teilen die 5 großen Browser und einige hoffnungsfrohe, aber unbekannte Vertreter vor.
Internet Explorer: Der Verpönte
Vorweg: Der IE ist sicher nicht der beste Browser. Aber anders als noch vor 5 Jahren ist der IE in seiner neuesten Version durchaus nutzbar. Dank der engen Verzahnung mit dem Betriebssystem startet er unter Windows sehr schnell, viele Webstandards werden unterstützt, die meisten Websites sehen ohne große Optimierungen im IE so aus wie in anderen Browsern (okay, das LoadBlog nicht, wir *hust* arbeiten aber daran). Guckt man unter die Haube, ist man hier und da sogar überrascht: Der IE8 besitzt ebenso wie Chrome isolierte Tabs, jede geöffnete Seite ist also ein eigener CPU-Prozess. Außerdem ist der Internet Explorer der Browser, der am wenigsten Strom verbraucht. Wir raten trotzdem dazu, einen anderen Browser als den Internet Explorer zu verwenden – zu sehr hinkt die Software der Konkurrenz nach in puncto Sicherheit, Komfort, Geschwindigkeit und Zusatzfunktionen. Nichtsdestotrotz muss man kein allzu schlechtes Gewissen mehr haben, wenn man den IE hie und da dennoch verwendet, etwa am Arbeitsplatz, wo der Microsoft-Browser oft noch Standard ist. In Schulnoten ausgedrückt ist der Browser mit Version 8 von einer 5- auf eine glatte 4 aufgestiegen. Vorsicht ist jedoch geboten, wenn – wie jüngst – eine ungepatchte Sicherheitslücke existiert. Schlüsselfakten zum Internet ExplorerRessourcenverbrauch: Niedrig
Google Chrome: Der junge Wilde
Kehrseite von Chromes Stabilität ist der Speicherverbrauch: Kein anderer Browser benötigt so viel RAM wie Chrome. Bei Verwendung der seit kurzem auch in der stabilen Version nutzbaren Erweiterungen ist der Effekt noch extremer: Bei neun geöffneten Tabs und fünf installierten Erweiterungen verbraucht Chrome im Lifehacker-Test mit etwa 500 MB drei- bis viermal (!) so viel Arbeitsspeicher wie der Firefox. Das ist zwar happig, allerdings haben handelsübliche PCs ausreichend Speicher, sodass Chrome trotzdem wenig Probleme machen dürfte. Netbook-Besitzer sollten jedoch den Speicherverbrauch im Auge behalten. Ein weiterer Kritikpunkt an Chrome ist er Datenschutz: Der Browser kommuniziert sehr viel mit den Google-Servern. Auf Datenschutz bedachte Nutzer können einige Maßnahmen ergreifen, um den Browser abzusichern bzw. Chrome-Abspaltungen nutzen, die weniger kommunikationsfreudig sind. Schlüsselfakten zu Google ChromeRessourcenverbrauch: Hoch (vor allem Speicher)
Mozilla Firefox: Der DIY-Browser
Streng genommen ist der Firefox kein überragend guter Browser. In Sachen Geschwindigkeit wird er mittlerweile von fast allen Browsern überholt. Der Firefox hat bis dato eher wenig Innovationen in den Browsermarkt eingebracht, die Performance lässt zu wünschen übrig. Nicht zu vergessen die zahlreichen Sicherheitslücken, die regelmäßig auftauchen, aber immerhin zeitnah geflickt werden. Firefox mag zwar ein Musterbeispiel dafür sein, was mit einem offenen Programmieransatz erreicht werden kann, aber als “nacktes” Programm beeindruckt Firefox wenig. Der Grund, warum Firefox dennoch auf keinem Internet-Rechner fehlen darf, sind die tausenden Addons für alle nur erdenklichen Zwecke und die hervorragende Einstellungsmöglichkeiten in puncto Optik und Funktionalität. (Wir im LoadBlog haben bereits viele Firefox-Tipps veröffentlicht). Dank dieser umfassenden Anpassbarkeit wird Firefox für jeden Nutzer zum individuellen Super-Browser. Schlüsselfakten zum FirefoxRessourcenverbrauch: Mittel bis hoch (je nach installierten Addons), insbesondere CPU-Auslastung
Opera: Der clevere Underdog
Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass Opera eine eierlegende Wollmilchsau sein will. Das Programm ist in geradezu erstaunlichem Maße vollgepfropft mit Funktion, die zwar – gottseidank – die Performance des Browsers nicht beeinträchtigen, aber eben mutmaßlich vom Großteil der Nutzer auch nicht genutzt wird. Opera enthält unter anderem ein E-Mail-Programm, eine Widget-Engine, einen BitTorrent-Client, einen Notizblock, Bookmark-Synchronisierung, einen Dateiserver und einiges mehr. Bei aller Kritik an dieser Bloatware-Tendenz ist dies aber auch ein Punkt, den Opera-Fans an ihrem Browser schätzen: Anstatt den User zu animieren, sich seinen Browser in einem ständigen Prozess des Entdeckens, Testens, Verwerfens und Behaltens selbst zu erfinden, liefert der Browser die wichtigsten Tools und Funktionen gleich mit. Opera verfolgt eben einen anderen Ansatz, der nicht zwingend schlechter sein muss: Sofort loslegen statt umfassend anpassen. Nicht übersehen sollte man, dass viele Browser-Innovationen von Opera ausgingen, etwa Tabs, Mausgesten, Seitenzoom und eine Startseite, die die am häufigsten besuchten Seiten anzeigt. Man kann davon ausgehen dass, sobald Opera ein neues Feature vorstellt, innerhalb von wenigen Tagen ein Add-on für den Firefox bereitsteht, das diese Funktion nachbildet. Schlüsselfakten zu OperaRessourcenverbrauch: Mittel bis gering
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