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Internet Explorer 6: Bitte umsteigen! PDF Drucken E-Mail
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Archiv 2010

Immer mehr Webseiten stellen Unterstützung für alten Microsoft-Browser ein. Unsicher und technisch veraltet: Die 6er Version des Internet Explorers hat in Windows-Rechnern eigentlich nichts mehr zu suchen. Trotzdem ist der Uralt-Browser noch immer weit verbreitet. Experten raten zum raschen Umstieg auf eine neuere Version.

Er ist älter als Windows XP. Seine Geburtsstunde schlug im August 2001. Das World Trade Center war noch intakt und George Bush noch Präsident. Den iPod gab es noch nicht. Auch bei Facebook und Twitter gingen die Lichter erst viel später an. Die Rede ist vom Internet Explorer 6 - jenem altersschwachen Surfprogramm, das weltweit noch immer auf jedem fünften Windows-Rechner läuft.

 

Extrawürste für alten Explorer

Nutzungsstatistiken bescheinigen dem Redmonder Uralt-Browser derzeit einen Marktanteil um zwanzig Prozent. Auf den aktuellen Browser-Hitlisten belegt er immer noch Platz zwei - knapp vor dem Firefox 3.6 und mit meilenweitem Vorsprung vor Chrome, Safari oder Opera. Nur die Konkurrenz aus eigenem Hause, der Internet Explorer 8, wird weltweit häufiger genutzt. Die US-Marktforschungsfirma Netmarketshare notiert für den neuesten Microsoft-Browser einen aktuellen Marktanteil von 22,4 Prozent.

Webentwicklern ist der veraltete Browser schon seit Anbeginn ein Dorn im Auge. Er macht ihnen zusätzlich Arbeit, weil er viele Webstandards nicht unterstützt. Wer eine Webseite bastelt, muss auf die rückständige Technik des weit verbreiteten Browsers Rücksicht nehmen und ihm digitale Extrawürste braten. Jede Webseite muss mit großem Aufwand getestet und kompatibel gemacht werden.

 

Loch an Loch und hält doch?

Auch in Punkto Sicherheit liegt beim Internet Explorer 6 einiges im Argen. Bei kaum einem anderen Surfprogramm wurden im Lauf der Zeit mehr Sicherheitslöcher entdeckt. Die meisten Lecks hat Microsoft gestopft. Doch noch immer sind zwei von zehn bekannten Fehlern nicht beseitigt, sagt das dänische Sicherheitsunternehmen Secunia. Wer mit dem 6er Internet Explorer surft, spielt russisches Sicherheitsroulette. Das hat selbst Microsoft erkannt.

Denn beim jüngsten Hackerangriff auf den E-Maildienst des Suchmaschinenunternehmens Google hat der löcherige Browser eine der Hauptrollen gespielt. Die vermutlich chinesischen Hacker sollen über eine Sicherheitslücke in Microsofts betagtem Surfprogramm in die Rechner ihrer Opfer eingedrungen sein. In seinem offiziellen Sicherheitsbericht zu den Vorfällen rät deshalb sogar Microsoft, endlich auf einen neueren Browser umzusteigen.

 

Keine Unterstützung mehr von Google

Das meinen auch andere große Unternehmen. Das Online-Netzwerk Facebook oder das Videoportal YouTube empfehlen ihren Nutzern schon seit Monaten ein Upgrade auf ein technisch aktuelles Surfprogramm. Google gab kürzlich offiziell bekannt, der Redmonder Explorer werde ab März dieses Jahres nicht mehr unterstützt. Dienste wie Google-Mail und das Online-Büroprogramm "Text & Tabellen" werden dann mit dem alten Internet Explorer nicht mehr richtig zu bedienen sein.

Wer Google-Mail, Facebook oder YouTube auch künftig mit dem Redmonder Hausbrowser nutzen und im Web nicht zur leichten Beute von Cyberkriminellen werden will, sollte deshalb schnellstens überprüfen, mit welcher Version des Redmonder Surfprogramms er durch das Netz der Netze surft. Die Versionsnummer findet man, wenn man im Browser-Menü unter "?" auf "Info" klickt. Beginnt sie mit einer "6", sollte rasch gehandelt und die neue 8er Version des Internet Explorers installiert werden.

 

Wie man seinen Browser aktualisiert

Die Windows-Update-Funktion hilft beim Installieren eines neuen Internet Explorers. Man findet sie in der Windows-Systemsteuerung. Im Übrigen sollten Windows-Nutzer auch dann die aktuelle Version des Internet Explorers installieren, wenn sie ansonsten ein anderes Surfprogramm benutzen. Denn Microsoft-Seiten wie zum Beispiel Windows Update(Externer Link - Öffnet in neuem Fenster) funktionieren nur mit dem Redmonder Hausbrowser. Alle anderen Surfprogramme müssen draußen bleiben.

 

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